Bacardi
design by

Eine absolut phantastische Zeit waren diese zwei Wochen an der Atlantikküste von Frankreich! Wir sind mit sechs Personen gefahren: Olli, Marie, Marc (beide in meiner Stufe) sowie Marcs Eltern und mein 18jähriges Ich. ^^ (Ich befinde mich noch in der Phase, wo man noch gaaanz stolz sagt "18 Jahre bin ich jung!" - keine Sorge, das wird vorrübergehen. ^^) Vielleicht schaffe ich es irgendwann, irgendwie ein paar Fotos einzubauen...

Die Hinfahrt

Am 01.07.2006 ging die Reise los. Die Mathe-Genies unter euch haben vielleicht schon erkannt, dass das der Tag direkt nach meinem Geburstag ist. Eigentlich wollte wir schon um 8 Uhr morgens auf dem Highway... pardon, auf der Autobahn Richtung Frankreich sein. Aber wie das halt so ist wenn man sich an Pünktlichkeit halten will, sind wir "erst" (nachdem alle Personen, Taschen, Kühlboxen und Proviant in zwei Autos verstaut waren) 45 Minuten später losgefahren - unsere Verspätung lag also noch im akzeptablen Rahmen. Trotz unglaublicher Hitze (warum wir nicht ein paar Stunden früher losgefahren sind, weiß ich immer noch nicht) waren wir eine muntere Truppe von jungen Erwachsenen in Marcs Fiesta, die unglaublich viel Spaß hatte. Gute Laune hatten wir auch nötig, als wir im Pariser Umfeld in einen Ministau gekommen sind und lebensmüde Motorradfahrer mit 80 Sachen zwischen den Autos durchheizten. Zwischendurch sind wir statt Richtung Atlantikküste in der Normandie gelandet, weil Wolfgangs (Vater von Marc) Navi das falsche La Rochelle angezeigt hat - in Frankreich gibt es nämlich drei Städte mit diesem Namen. -.- Aber immerhin haben wir nicht allzuviel Zeit verloren, und nach 13 1/2 Stunden Autofahrt standen wir endlich vor unserem schnuckeligen kleinen Ferienhaus in Le Bois Plage auf Ile de Ré. Der "Vorgarten" bestand zwar nur aus vertrocknetem Rasen, ganz viel Erde, ein bisschen Gestrüpp und ganz viel Unkraut. Von innen war das Häuschen aber mit so etwas wie Komfort ausgestattet.

Das Ferienhaus

Quadratisch, praktisch und klein. Da ich den Vorgarten schon einigermaßen beschrieben habe, mache ich einfach mal beim Hinter"garten" weiter: vertrockneter Rasen, ganz viel Erde, ein bisschen Gestrüpp und noch mehr Unkraut. Dadrüber zwei gespannte Wäscheleinen und ein abgeschlossener Schuppen - nicht zu vergessen: die nicht sehr stabil aussehende Plastikliege. ^^ Ab und zu konnte man ein paar umherhuschende Geckos sehen, und wenn man sich in Zeitlupe bewegt und sie so nicht verscheucht hat, konnte man sie sehr gut fotografieren - wie ich zum Bleistift.
Die Zimmer des Hauses sind sehr leicht aufzuzählen. Drei Schlafzimmer, eine extrem kleine Toilette (das sind so Augenblicke, wo ich über meine nicht vorhandene Größe regelrecht froh bin), ein nicht sehr viel größeres Bad (mit Waschbecken, Spiegelhängeschrank und Duschkabine) - Wohnzimmer, Esszimmer und Küche bestanden aus einem Raum. Wohin man auch blickte, ständig sah man hellblaue Farbe. Der Tresen der Küche, Schränke, Regalbretter, Leisten usw. Zudem hingen an sämtlichen Türen (oft Vorder- und Rückseite) langweilige Bilder mit verkorkster Perspektive, die entweder Strandmotive oder Hauswände mit Fenstern zeigten.
Spätestens nach der zweiten Nacht klagte die Mehrheit über Rückenschmerzen, und nach ein paar weiteren Nächten hat Olli bei unserem Bett herausgefunden, wieso: die Lattenroste waren schon durchgelegen...
Im Wohnzimmer (mit Kamin) gab es einen... hm, ich glaube, das war ein 10''-Monitor-Fernseher mit ungefähr vier Kanälen - selbstverständlich allesamt französisch! Zudem noch einen batteriebetriebenen Wecker (kein Funkwecker!!), das war auch schon alles an "Technik" in diesem Raum. Immerhin war die Küche etwas besser ausgestattet: Spülmaschine, Waschmaschine, Gasherd (wenn in der Küche und im Bad gleichzeitig warm Wasser genutzt wurde, war das für den/die Duschende/n nicht so prickelnd...), Kühlschrank mit Eisfach und einem Toaster.

Der Strand

Man gehe etwa 300 Meter, dann eine Passage über eine Düne hinweg und erblicke den Strand, der sich links und rechts jeweils bis zum Horizont erstreckt... Jaja, so war das. Am ersten Abend sind wir ziemlich spät angekommen und haben beschlossen, noch in ein Restaurant zu gehen. Anschließend haben wir allemann gedacht "Hey, lasst uns doch zum Strand gehen!", woraufhin erst einmal theoretisch dahergeredet wurde, wo denn der Strand überhaupt sei. Der Theorie ist trotz Müdigkeit dann die Praxis gefolgt, und nachdem wir einmal ganz Le Bois-Plage abgestiefelt haben (Scherz war das, aber wir sind dennoch viel im Stockdustern umhergelatscht), war das Rauschen der Wellen schließlich doch noch zu hören. Viel konnte man nicht sehen (oh Wunder, es war ja auch dunkel), aber am nächsten Tag haben wir den Strand in seiner vollen Länge und Breite gesehen.
Wenn Ebbe war (ab dem frühen Mittag), musste man sehr weit laufen, um ins Wasser zu gelangen, bei Flut hingegen (ca. 19 Uhr abends) konnte man sich glücklich schätzen, von den Wellen am nur noch etwa zehn Meter breiten Strand nicht mehr erwischt zu werden...
Wenn man schon so gegen 10 Uhr morgens aufgestanden ist (ich bewundere Renate dafür, dass sie das jeden Morgen geschafft hat!), konnte man sogar bis auf die Muschelbänke wandern. Barfuß war das ein sehr glitschiges und schmerzhaftes Unterfangen, da hunderte von Austern und Miesmuscheln an einem Stein klebten. Viele von denen waren schon von hungrigen Möwen aufgeknackt; manche konnte man selbst noch vorsichtig vom Stein "pflücken". Sie direkt an Ort und Stelle zu öffnen, wäre sehr schwer gewesen, wenn man kein entsprechendes Messer dabei hatte. Diese kleinen Dinger sträubten sich mit aller Macht. Außerdem konnte einen das Aussehen ein wenig davon abhalten, da noch sehr viel Sand und (logischerweise, da sie im Wasser waren) Algen daranhingen.

to be continued...